In den Thüringer Wald ist es für mich nicht allzu weit zu fahren und der dortige Fernwanderweg “Panoramaweg Schwarzatal”, ein Rundwanderweg mit seinen insgesamt 137km landschaftlich und von der Wegeführung und Wegbeschaffenheit interessant, lädt zu einem kurzen Trekking im Winter ein. Also bin ich in der Weihnachtswoche 2017 für 6 Tage dorthin.

Panoramaweg Schwarzatal: Verschneiter Wurzelkopf

Es war klar, dass ich in dieser Zeit nicht die gesamte Runde laufen kann und in den ersten 2 Tagen auf den Höhen über 700m lag noch so viel Schnee … ich brauchte z.T. für einen Kilometer eine 3/4 Stunde. Da war klar, einfach draußen sein und Spass dran haben 🙂

Dieser erste Tag führte mich von Cursdorf, hier stellte ich das Auto ab, von den schneefreien Bereichen bis auf gut 800m Höhe mit z.T. knietiefem tauendem Schnee. Eine Übernachtung am Boden wäre hier aufwendiger geworden, gut das die Wurzelhütte am Wurzelkopf total gemütlich war 🙂

Pamoramaweg Schwarzatal – Schnee und Nässe

Am zweiten Tag meiner Trekkingtour auf dem Panoramaweg Schwarzatal im Thüringer Wald verlasse ich die Wurzelhütte und laufe die letzten Meter zum Wurzelkopf. Ausblick gibt es hier keinen, genau wie den ganzen Tag über wegen Nebel.

Vom Wurzelkopf geht es etwas runter zur Talsperre Scheibe-Alsbach. Der Charakter der Wege ändert sich je nach Höhenlage von tiefem Schnee zu Schlamm und Wasserlauf. Auch den See kann ich wegen des Nebels nur knapp sehen, aber auch das hat einen entspannenden Charakter, Nebel macht die Natur einfach ruhig und gedämpft.

Vom See aus steige ich wieder weiter hoch in den Schnee zur Quelle der Schwarza. Es geht nur langsam voran wegen des Schnees und ich bin froh dort oben zufällig einen kleinen Windschutz zur Übernachtung zu finden. Wegen des Tauwetters wäre es schwer geworden ein trockenes Platzchen zu finden, überall gurgelt und plätschert es und das Tauwasser fließt quasi überall.

Panoramaweg Schwarzatal – Kochen mit Bernd

Am dritten Tag auf dem Panoramaweg Schwarzatal im Thüringer Wald geht es am Anfang weiter durch den pappigen Schnee. Es ist der erste Weihnachtsfeiertag und im Bereich Limbach begegne ich tatsächlich einigen Skilangläufern, die aber nicht fahren können und öfters am Boden liegen, waren wohl Weihnachtsgeschenke.
Schade, dass man sowas nicht filmen und veröffentlichen darf 😉

Gegen Nachmittag und Abend geht es dann in tiefere Regionen an der Talsperre Goldisthal. Der Schnee ist hier fast weg und ich baue fürs Nachtlager das Tarp oberhalb des Sees auf. Und heute gibt es ein rehydriertes Gericht vom Bernd (YouTube-Kanal RheinErftVideo) zum Abendessen.

Panoramaweg Schwarzatal – Sonne, blauer Himmel, Eisregen

Nach 3 Tagen Nebel ohne jeden Ausblick gibt es am Morgen im Thüringer Wald auf dem Panoramaweg Schwarzatal endlich mal ein kleines Panorama. Beim Aufwachen ein roter Sonnenaufgang (den ich leider verpasst habe zu filmen) und dann blauer Himmel mit Sonnenschein und schöne Ausblicke auf den See. Das bleibt auch so bis zum frühen Nachmittag. Später allerdings weicht das klare Wetter erneut dem Nebel und sogar einer Stunde Eisregen. Egal, war wieder ein toller Tag und das Tarp steht am Abend auf einem trockenen, ebenen und geschützten Platz 🙂

Panoramaweg Schwarzatal – Wiesen- und Bachtäler

Der 5. Tag auf dem Panoramaweg Schwarzatal im Thüringer Wald.
Die Höhen mit Schnee liegen endgültig hinter mir. Schmelzwasser jedoch überall. Manche Wege sind Bäche … Die Wiesen- und Bachtäler an diesem Tag sind wunderschön, auch im tauenden Dezember ohne Sonne. Ich wäre am liebsten an jeder Biegung stehen geblieben. Das Nachtlager am Bach im Wiesental ist fantastisch!

Panoramaweg Schwarzatal – Wasser und Winterpanorama

Der 6. und letzte Tag auf dem Panoramaweg Schwarzatal im Thüringer Wald führt mich ganz entspannt durch den Rest des Hirschgrundes, ein total schönes Wiesental mit einem sich durchschlängelnden Bach. Dort finde ich auch eine Wurzelhütte auf deren Terasse ich mir einen Brunch koche und die Aussicht in Wiesental genieße. Es gibt Baked Beans vom Bernd. Von dort geht es zurück zum Ausgangspunkt. Über die Schwarzmühle geht es noch einmal rauf auf die Meuselbacher Kuppe. Das war auch am ersten Tag der erste Punkt mit Aussicht, nur eben ohne Aussicht. Diesmal sehe ich aber ein tolles winterliches Panorama. Von hier runter nach Cursdorf, dort steht das Auto.

Es ist erst früher Nachmittag, also noch gut hell. Genau jetzt, denke ich, ist ein Rucksackoutload am authentischsten. Also bleibe ich auf dem Parkplatz bei +1 Grad noch ne Weile und lade aus … ein Winter-Rucksack- LoadOut.

Bei den Schneeverhältnissen der ersten Tage, ohne Ski oder Schneeschuhe musste ich die Strecke natürlich abkürzen, den kompletten Panoramaweg Schwarzatal konnte ich in den verfügbaren 6 Tagen nicht laufen. Egal, es war im Winter einfach ein tolles Erlebnis, endlich habe ich mal wieder etwas Schnee gesehen, auch wenn es heftig getaut hat !