Da mir letztes Jahr, im September 2014, die Tour im Pfälzerwald sehr gut gefallen hat, geht es dieses Mal ein Stück weiter nach Süden zum Vogesen-Trekking. Die Vogesen erweisen sich als sehr abwechslungsreiche, mittelgebirgige Waldlandschaft in den Mittelvogesen und geniale baumlose Hochebenen in den Hochvogesen mit teilweise schon etwas alpinem Charakter. Und egal wo, immer fantastische Panoramen nach Osten über das Rheintal bis hin zum Schwarzwald und nach Westen über die Vogesen. Diese Ausblicke werden hier nirgendwo durch Windkraftanlagen „verschandelt“ und sind so frei geniessbar … und kaum jemand „stört dabei“, denn es sind gaaanz wenig Menschen unterwegs.

Vogesen-Trekking: Tag 1 – Start in Wangenbourg

Abends am 1. September 2015 fahre ich nach dem Dienst im Studio um 20 Uhr noch Richtung Vogesen. Autobahn Richtung Süden, bei Strassburg nach Frankreich rein, wenige Kilometer später beginnen die Vogesen. Kurz vor Wangenbourg finde ich kurz vor Mitternacht einen ruhigen Parkplatz, sogar mit einer Quelle, hier schlafe ich im Auto. Am nächsten Morgen fahre ich die letzten ca. 10 km nach Wangenbourg, parke das Auto auf dem öffentlichen Parkplatz neben der Kirche, mache den Rucksack fertig und starte wenige Meter vom Parkplatz entfernt, neben der Bäckerei zu meinem diesjährigen Vogesen-Trekking.

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Gleich zum Start naturnahe Waldimpressionen.

Ich orientiere mich am Anfang am Vogesen-Fernwanderweg GR52 und dessen Varianten, die direkt an Wangenbourg alle vorbei führen, der Start ist somit ganz einfach.

Gleich an diesem ersten Tag gibt es direkt auf dem Schneeberg, noch in Sichtweite von Wangenbourg, die ersten Weitsichten auf dem Schneeberg und bis zum Abend die Burgruine Nideck, der 25m hohe Nideck-Wasserfall in der Nideckschlucht und Abends einen supertollen Lagerplatz.

Vogesen-Trekking: Tag 2 – Zum Rocher de Mutzig

In der ersten Nacht habe ich gleich sehr gut geschlafen, geht ja auch gar nicht anders bei einem so genialen Lagerplatz über der Nideckschlucht bei blauem Himmel und tollem Blick.

Gleich morgens, wenige Meter vom Lager entfernt, gibt es gleich wieder ein tolles Morgenpanorama vom Hirschfelsen, kleine Waldpfade auf dem Weg zum keltischen Steinportal Port de Pierre und weiter zum Rocher de Mutzig. An dieser 1009m hohen Aussicht kann ich Abends nicht einfach so vorbei laufen, hier MUSS ich länger bleiben und nach einem tollen Tag die Nacht verbringen. Mit Ausblick auf die Vogesen und den Weg des kommenden tages zum Donon. So macht Vogesen-Trekking Spass!

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Porte de Pierre – das Tor in die Welt der Kelten …

Vogesen-Trekking: Tag 3 – Auf dem Donon

Auf dem Kammweg vom Nachtlager am Rocher de Mutzig zum Donon gibt es Panoramen am Stück aber auch die ersten Stellen, in denen 1999 der Orkan Lothar große Waldflächen niedergemäht hat. Nach jetzt ca. 15 Jahren ist deutlich zu sehen wie lange es dauert bis neuer Wald nachwächst. Gleichzeitig ist ein solcher Sturm aber auch ein ganz normales, periodisch auftretendes Naturereignis und wie man an den vielen Spuren von z.B. Spechten und Insekten an den toten Baumstämmen sieht, nur ein Stadium im Kreislauf.

Abends ein versteckter Lagerplatz im Wald an einem kleinen Bach. Hier koche ich Reis mit Wurst und lege mich satt und wohl unterm Tarp in den Schlafsack.

Vogesen-Trekking: Tag 4 – Auf dem Kammweg

Auf dem Kammweg geht es den ganzen Tag weiter Richtung Süden. Mal ganz oben mit Aussicht, mal auf halber bis dreiviertel Höhe im Wald. Aber immer angenehm auf schönen Waldwegen mit vielen Impressionen: alte Feuerstellen, Spuren von Wildschweinen, Spechtlöcher in Bäumen, kahle Stellen vom Orkan Lothar, kuriose Steinblöcke, … bis ich Abends unverhofft eine Stelle im Wald mit den Mauerresten eines alten Gemäuers finde. Keine Ahnung was das mal war, auf jeden Fall ist es jetzt ein angenehmer Lagerplatz für die Nacht, einzig etwas gestört durch den halb zerfallenen Lattenzaun.

Vogesen-Trekking: Tag 5 – Col de la Perheux

Am Morgen begrüsst mich kurz nach dem Start erst einmal ein steinerner Pferdekopf im Gras und es geht ein Stück über eine ganz alte gepflasterte Strasse. Solche Strassen gibt es öfters, z.T. gut erhalten, es sind Nachschubstraßen der französischen Armee aus den Stellungskriegen des 1. Weltkrieges.

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Dieser Kopf liegt direkt neben einer alten Nachschubstraße aus dem 1. Weltkrieg. Hat vielleicht etwas damit zu tun ?

Am Chatte Pendue, es ist Sonntag, begegne ich erstmals etlichen Leuten, es sind so viele wie die letzten Tage zusammen genommen. Klar, bei dem schönen Wetter bietet es sich an hier hoch zu gehen und zu Mittag zu essen.

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Magische Steine am Pierre de Cupulus

Vorbei an magischen Steinen am Pierre de Cupulus, der Burgruine Salm, an Salm und Rothau vorbei hoch auf ein herrliches Plateau auf dessen höchsten Punkt ich einen ausblickreichen Lagerplatz finde.

Vogesen-Trekking: Tag 6 – Wasserfall und Neuntelstein

Am Morgen geniesse ich erst noch mal den grandiosen Blick und gehe dann weiter über die Hochweiden. Ich muss die Wasservorräte auffüllen und steuere am Morgen die Quelle der Andlau an „Source de L’Andlau. Die erweist sich zunächst als schlammiges Rinnsal aber nur kurze Zeit später stürzt das Wasser in einem Wasserfall nach unten.

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Die Hütte am Rocher de Neuntelstein

Später am Tag geht es an Le Hohwald vorbei zum Aufstieg zum Neuntelstein. Hier steht unverhofft eine sehr schöne Hütte, die zum Übernachten einlädt. Am dortigen Tisch und Bank koche und esse ich gemütlich. Den Sonnenuntergang geniesse ich am Rocher de Neuntelstein, Panorama über das Rheintal.

Vogesen-Trekking: Tag 7 – Mein eigener Aussichtsturm

Auch der morgendliche nebelverhangene Ausblick vom Rocher de Neuntelstein sieht super aus. Aber jetzt geht es zum Hungerplatz. Das hat nichts mit „Hunger haben“ zu tun, sondern der Name geht zurück auf die ungarischen Panduren, die im 18. Jahrhundert während des österreichischen Erbfolgekrieges das Elsass unsicher machten.

Am Chateau Andlau vorbei, solche Burgruinen gibt es hier ja sehr viele, lange über schöne Waldwege durch liebliches Mittelgebirge an Andlau vorbei. Von hier geht es bergauf, später auch recht steil zum Ungersberg auf 901m Höhe. Auf diesem Wegstück begegne ich erstmal Wanderern, die ebenfalls länger unterwegs sind, 5 nette Belgier. Es machen also doch noch andere Vogesen-Trekking.

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Der Sonnenuntergang von meinem „persönlichen Aussichtsturm“ auf dem Ungersberg. Der abgeflachte Vulkan erinnert irgendwie an den Feuerberg in Morder (Herr der Ringe).

Auf dem Ungersberg steht in der Abendsonne ein Aussichtsturm, der 360° Ausblick über Vogesen und Rheintal gewährt. Da ich auch wieder alleine bin, sehe ich den Turm für diesen Abend und bis zum nächsten Morgen einfach mal als meinen Privatturm an, schlage mein Lager hier auf und setze die Serie der Nachtlager mit fantastischem Panorama fort.

Vogesen-Trekking: Tag 8 – Der Wald ändert sich

Eine Woche ist seit dem Start in Wangenbourg vergangen und mein Vogesen-Trekking erweist sich als eine der schönsten meiner Touren. Landschaft, Aussichten fantastisch und ich bin fast alleine im Wald, so wie ich es gerne habe 🙂

Es geht weiter nach Süden in Richtung Châtenois, das ist ein Ort im Rheintal am Rande der Vogesen gelegen. Hier wird Wein angebaut, entsprechend wärmeres Klima ist dazu nötig. Das merkt man deutlich, denn im Verlauf des Morgens ändet sich der Wald zu einem trockenen Kiefernmischwald. Den ganzen Tag, auf sehr schöner Route immer abwärts vom Ungersberg, vorbei am Rocher de Lan, dem Chateau Bernstein, der Ortenburg und Ramstein vorbei wird es trockener. Keine Möglichkeit mein knappes Wasser aufzufüllen.

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Die Ortenburg thront oberhalb von Chatenois über dem Rheintal

Durch den Ausläufer des Rheintals muss ich hier nun mal durch. Der Ausblick ist super aber hier geht es auf Asphalt nach Châtenois, mitten durch und erst auf der anderen Seite wieder auf einem Wanderweg in den Wald der nächsten Vogesenkette. Auch hier gab es noch kein frisches Wasser, alle auf der Karte eingezeichneten Bäche sind auf der Nordseite des Tales trocken und langsam kriege ich richtig Durst, Getränke kaufen kommt aber nicht in Frage.

Am späten Nachmittag und Abend, wieder im Wald ist die vorrangige Aufgabe Wasser zu finden. Nach zwei weiteren trockenen Bächen finde ich sehr spät, es ist fast schon dunkel, ein wirklich kleines Bächlein das Wasser führt. Zum Kochen ist es schon zu spät, also ordentlich trinken, Lager aufschlagen und im Schlafsack noch eine Tüte Jumboerdnüsse essen.

Vogesen-Trekking: Tag 9 – Koenigsbourg und grosse Steine

An weiteren trockenen Bächen vorbei geht es zunächst mit 4 Litern Wasser im Rucksack auf die Koenigsbourg, DAS Ausflugsziel in dieser Gegend und ein Menschenmagnet. Klar, bei diesem Ausblick. Aber durch eine Buslinie hier hoch und grossem Parkplatz auf dem jede Menge Wohnmobile stehen, ist die Koenigsbourg natürlich völlig überlaufen.

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Die 5 Belgier.

Kurz nach der Koenigsbourg treffe ich auch die Belgier ein weiteres Mal. Diese sind in Barr gestartet und wandern nach Colmar. Entsprechend werden wir uns ab hier nicht mehr treffen, da ich ab hier eher westlich weiter in die Vogesen rein laufe.

Am Nachmittag wird es wieder super. Ein weicher und federnder Waldweg über einen Kamm auf dem ständig riesige Steine liegen, z.B. am Rocher des Reptiles, beflügelt immer noch ein Stück weiter zu laufen und wieder den nächsten tollen Ausblick zu geniessen. An den „Les trois grandes tables“ finde ich dann einen kleinen, versteckten aber genialen Lagerplatz.

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Mein Lagerplatz bei den „Les trois grandes tables“

Vogesen-Trekking: Tag 10 – Einkaufen unnötig

Nach dem Aufstehen bemerke ich, dass das Display des Handy kaputt ist. Das bedeutet, ich kann auch keine Bilder mehr machen, glaube ich zunächst. Allerdings ist zum Glück nur das Display bis auf einen kleinen Streifen am linken Rand nicht mehr lesbar, alle anderen Funktionen sind ok. Die Umstellung auf Video und Bilder geht jetzt nur noch im Blindflug. Ich schaffe es ein Video zu machen, danach klappt die Einstellung auf Bilder jedoch nicht mehr, irgendwie erwische ich den Panoramamodus, entsprechend gehen alle Bilder dieses Tages verloren. Erst Abends im Dunkeln gelingt mir die Umstellung wieder. Ab jetzt werden Bilder von meiner Vogesen-Trekking-Tour ohne Displaykontrolle gemacht … ich stelle mir einfach vor ich hätte eine Gopro ohne Display dabei.

Vor dem Tagesstart mache ich noch Inventur der Essenvorräte und stelle fest, ich brauche nicht einkaufen gehen. Habe recht wenig gegessen und es reicht auf jeden Fall bis zum Ende der Tour. Das bedeutet ich brauche keinen Umweg in einen Ort mit Supermarkt gehen … um so besser!

Es geht am diesem Tag einfach mal unspektakulär durch eine Mittelgebirgslandschaft, sehr schön aber mal ohne die fast schon gewohnten grandiosen Ausblicke. Bis Abends in der Senke zwischen dem Petit Brézouard und Grand Brézouard, hier übernachte ich und es gibt wieder Weitblick satt. Aber auch die Schäden durch den Orkan Lothar im Jahr 1999 sind hier wieder großflächig zu erkennen.

Vogesen-Trekking: Tag 11 – Seen und Hochweiden

In dieser Nacht kommt unerwartet richtig Sturm auf und es regnet heftig. Pünktlich am Morgen ist aber wieder strahlendes Wetter und ich gehe als erstes die 200m zurück auf den Petit Brézouard um von dort die Ausblicke noch einmal zu fotografieren, die gestern Abend nicht funktioniert haben. Am Petit Brézouard sind die Spuren von Lothar deutlich zu sehen, einen Kilometer weiter blieb der Grand Brézouard komplett verschont und hier fällt die Baumvielfalt des Mischwaldes auf: Kiefern, Latschen, Fichten, Birke, Esche, Birne, … sehr schön.

Nach längerem Abstieg gehe ich an diesem Samstag durch Le Bonhomme, ein ganz kleines Dörfchen, hat sogar einen Bäcker, leider nur sehr komisch wirkende süße Teilchen und jede Menge Süßigkeiten. Habe also kein Käsebaguette bekommen und ich laufe direkt weiter. Ein sehr schöner langer Anstieg durch Wald und lichte Buschflächen führt später auf eine alte gepflasterte Nachschubstraße aus dem 1. Weltkrieg. Diese mündet am Carrefour Duchesne, einem kleinen Friedhof mitten im Wald. Hier sind symbolisch 100 gefallene französische Soldaten begraben und die Kreuze bilden eine Gedenkstätte an den Krieg.

Vom Carrefour Duchesne geht es dann steiler aufwärts in Richtung des Lac Blanc. Ich hoffe dort am südlichen Zipfel eine Quelle zu finden … ich finde sie und mein Wasservorrat ist auf Maximum.

Die Aussicht auf den Lac Blanc und von dort aus der Nachmittag auf den Hochweiten des Vogesenkammes, vorbei am Taubenklangfelsen auf 1299m Höhe ist ein Genuss. Eine Hochebene mit nur vereinzelten windgepeitschten Bäumen, Heidelbeeren und das Panorama nach Westen in die Vogesen und nach Osten ins Rheintal sind phänonemal.

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Die Hochweiden des Vogesenkammes snd fantastisch …

Hier oben ist es heute sehr stürmisch und gegen Abend fängt es an zu regnen. Übernachten kann ich hier nicht, zum einen steht das ganze Gebiet unter Naturschutz mit entsprechenden Verboten, zum anderen ist es hier ohnehin viel zu uneben und zu stürmisch. Also steige ich etwas nach unten und finde im Regen einen wunderschönen Platz in einem Buchenwald.

Vogesen-Trekking: Tag 12 – Nebel, Sonne, Regen, Gewitter

In meinem Buchenwald wache ich nach durchregneter Nacht im Nebel auf. Rundum ist nicht weit zu sehen. Aber die Atmosphäre zwischen den mit Moosen und Flechten bewachsenen Bäumen läßt mich an die Nebel von Avalon denken, fast schon gespenstisch aber wunderschön.

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Nach einer durchregneten Nacht Nebel im Buchenwald

Am Morgen steige ich wieder hoch zur Hochebene und erreiche diese bei Le Tanet auf 1292m Höhe. Schon der Aufstieg im Nebel ist ein Erlebnis. Oben zeigt sich die Weitsicht von gestern ebenfalls völlig anders, dunstig und wolkig wird der Blick schon nach wenigen Metern verschluckt vom Nebel. Die Bäume und Sträucher verschwimmen mit dem nebligen Hintergrund. Ich freue mich diese Landschaft in zwei so unterschiedlichen Anblicken zu geniessen und bin richtig froh, dass es immer noch ein bisschen regnet.

Nach und nach lichtet sich der Nebel, es gibt Teilausblicke und später ist das Wetter wieder fast klar. An Col de la Schlucht vorbei zum Hohneck ist das ein Wandertag vom Feinsten. Beim Abstieg vom Hohneck in südliche Richtung ist dann ganz plötzllich wieder strahlendes Sonnenwetter. Im Kartal des Hohneck, unterhalb des Lac du Fischboedle finde ich unter grossen Ahornbäumen einen tollen Tarpplatz, dicht am Bach der aus den Seen oberhalb gespeist wird. Da gestern Kochen nicht möglich war, gibt es heute ausgiebig Nudeln mit Wurst … bevor es mit dem Regen wieder losgeht.

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Es gibt Nudeln mit Wurst … bevor es wieder regnet.

Vogesen-Trekking: Tag 13 – Ponchowetter

Extremes Gewitter in dieser Nacht. Durch die Bäume zwar windgeschützt, jedoch goss es wie aus Kübeln runter. Am Kopf- und Fußende spritzte das Wasser unters Tarp. Gut das der Biwacksack aus Goretex ist, so schlief ich trotzdem trocken und nichts wurde nass. Zeitweise zuckten die Blitze im Sekundentakt und es war taghell in der Nacht. Auch das gehört zum Vogesen-Trekking dazu … man ist ja schliesslich kein Schönwetterspaziergänger.

Durch Mitternich über den Trimm-Dich-Pfad Aufstieg zum Herrenberg entlang an Almwiesen mit Kühen zunächst bei wieder sonnigem und trockenem Wetter. Eigentlich wollte ich mir heute, an meinem Geburtstag, in einer Auberge ein Geburtstagsessen gönnen. Leider fand ich nichts passendes und so blieb es am Abend, nach zwischenzeitlichem Ponchowetter in einem windigen Lager bei Pumpernickel mit Erdnussbutter als Alternative.

Vogesen-Trekking: Tag 14 – Stürmischer Grand Ballon

Von Markstein aus geht es heute auf den Grand Ballon (Großer Belchen). Morgens noch denke ich mir, naja, wenn ich schon hier bin ist es beim Vogesen-Trekking natürlich Pflichtprogramm auf den höchsten Berg der Vogesen zu gehen. Sicher sind da oben ganz einfach nur viele Leute und sicher gibt es viel schöneres. Ähnlich wie im Harz: Der Brocken ist Pflichtprogramm aber alles andere im Harz ist viel reizvoller.

Das erwies sich dann allerdings als Trugschluss. Sowohl der Aufstieg als auch der Ausblick oben sind sehr schön und es hat sich gelohnt hoch zu gehen. Es waren nur ganz wenige Leute auf dem Grand Ballon. Sicher auch deswegen weil es oben extrem stürmisch war und insgesamt, für Ausflügler, nicht das idealste Wetter. Ich fands gut so !

Im Restaurant etwas unterhalb des Grand Ballon bekam ich dann doch noch mein Geburtstagsessen. Einen Salatteller mit viel Schinken, Wurst, verschiedene Käse und Baguette. Hat sehr gut geschmeckt und hat incl. Getränke und Trinkgeld nur 18 Euronen gekostet. Das war die einzigste Ausgabe in den 15 Tagen in denen ich unterwegs war.
Wer auf dem Grand Ballon essen möchte sollte aber darauf achten in das alte, richtige Restaurant zu gehen! Gegenüber gibt es noch ein neueres Selbstbedienungsteil … zwar viel größer aber vom Charme einer Ikea-Mahlzeit mit sehr wenig Auswahl !

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Geburtstagsessen einen Tag zu spät auf dem Grand Ballon

Vogesen-Trekking: Tag 15 – Ziel: Thann

Der letzte Tag ist angebrochen 🙁

Es hat nachts nochmal ordentlich geregnet und ich wache auch bei leichtem Regen, dafür im Schutz der französichen Flagge auf. Heute habe ich nur noch 3 bis 4 Stunden locker bis zum Zielpunkt in Thann. Hier werde ich am Treffpunkt Kirche von meinem „Servicteam M+P“ abgeholt und zu meinem Auto in Wangenbourg gefahren.

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Mein Serviceteam M(ama) + P(apa) … danke fürs Abholen 🙂

Vogesen-Trekking: Mein Fazit

Das Fazit fällt ganz kurz aus: Vogesen-Trekking = Fantastisch !!

Vogesen-Trekking: Noch ein paar Tips

Die Wanderkarten von Kümmerly+Frey 1:35000 gibt es z.B. hier …
Die Wanderkarten von IGN 1:25000 z.B. hier …